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MANU KATCHE-MUTHSPIEL/TOWNER/GRIGORYAN - Karten ©

MANU KATCHE-MUTHSPIEL/TOW­NER/GRIGORYAN

Wiener Rathaus
Wien
Österreich

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Info

Als innovativer Gitarrist ist Wolfgang Muthspiel seit vielen Jahren ein prestigeträchtiger Exportartikel österreichischer Kunst. Lange beschäftigte sich dieser Virtuose auch mit den Möglichkeiten der Elektronik, versuchte den Spagat zwischen Experiment und Dancefloor. Er erweiterte seine Ausdrucksmöglichkeiten, indem er sich neuerer Methoden wie Sampling bediente, mit denen er das konventionelle Spektrum des Jazz zu erweitern trachtet.

Im Vorjahr überraschte er mit einem Schritt in eine unerwartete Richtung. Er gründete zusammen mit seinen Kollegen Slava Grigoryan und Ralph Towner ein Gitarrentrio. Auch in dieser Konfiguration versucht er mit der Erwartungshaltung der Hörer zu brechen. Mit Hilfe von „Live-Sampling“, einem Verfahren, das einen quasi-orchestralen Rahmen schafft, versucht der Judenburger auch hier Klangmagie zu kreieren.

Die Initiative zu diesem wunderbaren Trio ging von Slava Grigoryan aus, der sowohl Towner wie auch Muthspiel bei Solokonzerten in Australien hörte und dabei die Idee für ein gemeinsames Trio hatte. Als gemeinsames Fundament diente den drei Virtuosen ihr Background in der Klassik. Als jemand, der klassische Gitarre gelernt hat, pflegt man eine andere Herangehensweise ans Instrument als ein waschechter Jazzer. Muthspiel: „Klassische Gitarre ist ein sehr leises, sehr fragiles Instrument und man muss sich sehr bemühen, um aus diesem kleinen dynamischen Spektrum einen großen Raum erschaffen zu können. Man muss da sehr viel auslassen, viel die imaginierte Musik walten lassen. Richtig abdrücken kann man auf diesem Instrument nicht. Höchstens im Flamenco.“

Konsequenterweise steht bei diesem Trio die Komposition im Zentrum. Improvisation passiert auch, ist aber eher Ornament. Anders als bei seinem 2005 verstorbenen Lehrer Harry Pepl, entfaltet die Musik bei Muthspiel nicht jenes zerstörerische Potential. Bei Pepl löste sie so etwas wie innere Lawinen aus. Im Leben Wolfgang Muthspiels gibt es hingegen keine großen Turbolenzen, die er auf der Gitarre ausagiert. Er sucht etwas anderes. Ihm geht es darum, jenen Punkt zu erreichen, wo sich das Instrument quasi von selber spielt. Die sind naturgemäß rar. Ganz in diesem Sinne deutet Muthspiel sein Art von Radikalität anders als die meisten. Ihm geht es nicht um eindrucksvolle Dissonanzen in seiner Musik, sondern um ein Entfernen von allem, das ihn behindert. Namentlich um all die Gewohnheiten und Sicherheiten, auf die sich ein Instrumentalist sonst stützt. Genau dieser Aspekt von Muthspiels Persönlichkeit ist Garant für permanente musikalische Spannung. Als Musiker, wie auch als Labelbetreiber von Material Records, wo er Kollegen unter Vertrag nimmt, die ihm ein Anliegen sind. Etwa die Sängerin Lisette Spinnler oder die famosen Pianisten Jean-Paul Brodbeck und Aydin Esen.

Info zur Veranstaltungsstätte

Wiener Rathaus
Eingang Lichtenfelsgasse, 1010 Wien
Österreich

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