MONTEVERDI, STADLMAYR
Innsbrucker Dom
Innsbruck
Österreich
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musik+9 Mariengesänge
Wie sehr Musik für Hof und Kirche an ihre dienende Funktion gebunden war, das zeigt sich besonders sinnlich noch im späten Marienkult der Zeit Monteverdis: sie sollte erheben und den Sinn der Welt bestärken. Im Aufbruch zu den neuen individuellen Gefühlen des Madrigals und der Oper bewahrt die seconda prattica der Kirchenmusik den gläubigen Glanz einer Harmonie aus demütiger Zuversicht, in "diesem Tal der Tränen" geborgen zu sein.
Die großen ekstatischen Bilder der Anrufung Mariens, dieses "Stern der Meere", der "Pforte des Himmels", wie sie seit dem Hochmittelalter die Gefühle der Massen beherrschten, wirken bis heute, wenn man sie an sich herankommen lässt. Die Erotik katholischer Marienverehrung wird durch den Ausdruck des neuen Ich-Gefühls um 1600 verstärkt, auch wenn dieses den alten Formen des kirchlichen Rituals unterworfen bleibt. Neben den weit in Himmels- und Erdenräume ausgreifenden geistlichen Concerti und Hymnen von MONTEVERDIs Marienvesper (1610/18) sind die marianischen Gesänge des Innsbrucker Hofkapellmeisters Johann STADLMAYR (in Innsbruck 1607-1648) nicht weniger kunst- und prachtvoll.
In der Erschließung der Musik des damaligen Haller Damenstifts wurde von Manfred Schneider (CDs mit Musik von Sätzl, STADLMAYR,Amon, Sales u.a.) bereits beste Arbeit geleistet. Mit Hilfe von Franz Gratl, dem neuen Kustos der Musiksammlung des Landesmuseums, wird Musik ausgewählt, die seit ihrer Aufführung im 17. Jhdt nicht mehr zu hören war.
Die Choralschola des Innsbrucker Doms (Christoph Klemm) und Frieder Bernius, einer der großen Musiker Europas, werden mit Vokalsolisten um Frieder Bernius und dem Marini Consort Innsbruck für ein großartiges Erlebnis sorgen.
In Zusammenarbeit mit der Dompfarre St. Jakob, Innsbruck
Innsbrucker Dom
Domplatz 1, 6020 Innsbruck
Österreich
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